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Wildbader Anzeigenblatt - Druckerei Eisele 12.02.2003

 

80. Geburtstag:     Else Fritze  auf dem Sommerberg

Innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit halten jung

Höchstens 70, älter schätzt man Else Fritze, die vergangenen Donnerstag ihren 80. Geburtstag auf dem Sommerberg feierte, nicht. Es ist nicht nur ihr Aussehen – die rüstige Rentnerin trägt an dem Tag, als ich sie treffe eine helle Cordjeans, einen geblumten Pulli mit passendem Schal und eine beige, sportliche Lederjacke – es ist auch ihre offene, positive und herzliche Art, die ihr wahres Alter verbergen. „Viel Arbeit hat mich jung gehalten“, sagt sie lachend.
Schon als kleines Mädchen half sie im familieneigenen Waldhotel „Riexinger“ mit, das ihre Eltern, Elise und Eugen Riexinger, in den Jahren 1929/30 auf dem Sommerberg bauten. Doch schon 1933 starb ihr Vater mit nur 41 Jahren. Ein schwerer Schicksalsschlag für die gesamte Familie: Mutter Elise führte zusammen mit ihrer Schwester Anna das Hotel samt der Bergbahn-Gaststätte in Eigenregie weiter. Alle mussten damals mit anpacken, auch die kleine Else. 1939 bekam Else Fritze eine Halbschwester, Anita, mit der sie sich noch heute sehr gut versteht. „Meine Mutter hat 1938 wieder geheiratet, allerdings fiel mein Stiefvater im Krieg“, erinnert sich Else Fritze. Im Winter, wenn auf dem Sommerberg weniger los war, arbeitete Else Fritze als Haustochter in Stuttgart, während des Krieges unterstützte sie oft ihre Tante in deren Hotel in Pforzheim. Wenig später, 1941, heiratete die Jubilarin Paul Fritze – ein Jahr danach wurde den beiden Sohn Peter, drei Jahre später Tochter Renate geboren.
Gelernt hat sie vieles, aber am liebsten ist der Jubilarin die Bäckerei bzw. Konditorei. Ihre Back-Künste hat sie bis vor einem Jahr noch im Waldhotel „Riexinger“, das sie zusammen mit ihrem Sohn Peter führte, unter Beweis gestellt. „Der vergangene Sommer war der erste Sommer, den ich als Rentnerin genießen konnte“, schmunzelt Else Fritze. Sie sei froh, dass sie den Übergang ins Rentner-Dasein so gut gemeistert hat, sagt sie.

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.... Aber stillsitzen kann und will sie trotzdem nicht. So fuhr sie im Sommer mit ihrem kleinen Auto z.B. regelmäßig ins Calmbacher Freibad zum Schwimmen. „Ich liebe das Meer und das Schwimmen“, sagt sie und erzählt von ihrer Reise im Herbst 2002 nach Sizilien. Da hätte sie sich manchmal, wenn die anderen aus der Gruppe Städte besichtigt hätten, auch schon mal abgesetzt und sei lieber ans Meer zum Schwimmen gegangen. Die Naturliebhaberin wandert außerdem gerne und hat viel Spaß am Radfahren. Bei schlechtem Wetter tut es auch ein Hometrainer, der auf ihrem großzügig geschnittenen Balkon mitten im Grünen seinen Platz hat.

Was die größte Überraschung an ihrem Geburtstag war? „Ich habe meinen Augen nicht getraut, als meine Tochter Renate, die in Amerika lebt, samt meinem Enkel Patrick, der in Berlin wohnt, am Donnerstag zum Gratulieren erschienen“, sagt Else Fritze. Auch gefreut habe sie sich über den Besuch von Bürgermeister
Dr. Walter Jocher, über den von ihrer Schwester Anita und deren Mann sowie über jeden, der an diesem Tag an sie gedacht hat.

Maren Betz

Erinnerungen zum Sommerberg von Else Fritze  
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