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Je mehr Kerzen deine Geburtstagstorte hat, desto
weniger Atem hast du, um sie auszublasen. |
| Jean Cocteau |
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23.05.2007
Raucher müssen vor die Tür
Gemeinderat Bad Wildbad verbietet das Qualmen in allen öffentlichen Einrichtungen
und Gebäuden zum 1. Juni
BAD WILDBAD. Qualmer werden es zukünftig schwer haben in Bad Wildbad. Der Gemeinderat der
Kurstadt hat ein umfassendes Rauchverbot für alle städtischen Einrichtungen zum 1. Juni
beschlossen.
Wir wollen die Raucher nicht diskriminieren, sondern aktiven Nichtraucherschutz
betreiben, sagte SPD-Stadtrat Jürgen Schrumpf. Die Fraktion der Sozialdemokraten
hatte den Antrag für ein Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen
der Stadt eingebracht. Dieser wurde von der Verwaltung leicht abgeändert und am Dienstag
dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt. Das Waldfreibad in Calmbach ist davon
ausgenommen, weil es nicht der Kommune gehört.
Unterstützung erhielt der Antrag auch von CDU-Stadtrat Rolf Gernot Neher. An einem
Ort, in dem sich regelmäßig Kranke und Alte treffen, ist ein Rauchverbot nur zu
begrüßen, erklärte er. Allerdings, so Neher, sollten die entsprechenden
Rauchverbots-Schilder stadtintern hergestellt werden.
CDU-Stadtrat dagegen
Bürgermeister Klaus Mack entgegnete, der Großteil der von der Verwaltung
prognostizierten Gesamtkosten von 3000 Euro entfalle auf das Aufstellen von Aschenbechern
im Außenbereich. Die Höhe der Ausgaben nahm CDU-Politiker Alfred Hofsäß, ein
bekennender Raucher, zum Anlass, als einziger Stadtrat gegen den Antrag zu stimmen.
Neher sprach sich im Verlauf der Diskussion auch für ein Alkoholverbot bis 18 Jahren im
Wildbader Jugendhaus aus. Die Einrichtung habe mit Alkoholmissbrauch von Kindern und
Jugendlichen zu kämpfen. Allerdings wollte Neher keinen offiziellen Antrag stellen,
weshalb Bürgermeister Mack die Äußerungen lediglich zur Kenntnis nahm.
Bußgeld oder nicht
Zu Irritationen kam es im Hinblick auf etwaige Bußgelder. Die SPD hatte in ihrem Antrag
die Stadt aufgefordert, einen Vorschlag zu unterbreiten, in welcher Weise und Höhe ein
Verstoß gegen das Rauchverbot finanziell geahndet werden könne.
Schrumpf betonte in der Sitzung entgegen des ursprünglichen SPD-Vorschlags, die
Verwaltung solle in der Einführungsphase nicht mit Bußgeldern drohen. Darauf kam es zu
leichten Unruhen im Sitzungssaal. Bürgermeister Mack konnte jedoch die Wogen glätten.
Wenn wir eine Halle an Privatpersonen vermieten und die sich nicht an das Verbot
halten, können wir vorbehaltlich ein Bußgeld festsetzen, sagte er. Dies sei ein
privatrechtlicher Anspruch.
Ob die Verwaltung das Rauchverbot bis zum 1. Juni tatsächlich noch in in die Praxis
umsetzen könne, wollte Fritz Eitel von der Fraktion Unabhängige Bürger- und
Kulturliste (UBKL) wissen. Darauf Mack kompromisslos: Ja.
Erstellt am: 24.05.2007
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23.05.2007
Gesundheit wird zum Urlaubsziel
Region Nordschwarzwald will sich für neuen Trend im Tourismus wappnen Kur,
Freizeit, Wellness und Fitness in einem
BAD WILDBAD. Der Nordschwarzwald will sich als Gesundheitsregion bundesweit einen Namen
machen. Ein gestern vorgestellter Leitfaden soll Kommunen und Unternehmen fit für die
Zukunft machen.
Gesundheitstourismus heißt das neue Zauberwort im Wohlfühlgeschäft das sind Kur,
Gesundheitsurlaub, Wellness und Fitness in einem. Dies ist ein Megatrend für
Menschen ab 50 Jahren, sagte der Calwer Landrat Hans-Werner Köblitz gestern im
Hauses des Gastes in Bad Wildbad.
Diese Generation verfüge über hohe Einkommen und suche ganz gezielt nach
Wellness-Angeboten. Damit die Region diesen Trend nicht verschläft, bekommen nun alle
Akteure im Gast- und Gesundheitsgewerbe den von der EU (Leader-Plus-Projekt) bezuschussten
Leitfaden Gesundheitstourismus im Fokus an die Hand.
Tipps und Checklisten
Herausgegeben von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald, greift der
84-seitige Band Themen wie Angebotsgestaltung, Preispolitik und Marketing im
Gesundheitstourismus auf, außerdem gibt es Tipps und Checklisten.
Die Durlacher Agentur Reppel + Partner hat den Leitfaden inhaltlich
unterstützt. Deren Geschäftsführer, Klaus Reppel, skizzierte das Anforderungsprofil
für die Gesundheitsregion Nordschwarzwald. Dabei käme es vor allem auf Kooperation an.
Alle Akteure müssen noch mehr und noch offener miteinander zusammenarbeiten,
sagte Reppel. Auch sollten sich Kommunen und Unternehmen besser nach außen verkaufen und
sich um eine gemeinsame Identität bemühen.
IHK-Geschäftsführer Achim Rummel stieß ins gleiche Horn. Wenn wir nicht aufpassen
und uns für die Zukunft wappnen, dann geht der Region Nordschwarzwald großes Potenzial
verloren, warnte er. Geschaffen werden müssten Angebote zu vertretbaren Preisen,
bei denen sich die Gäste neben der medizinischen Versorgung auch amüsieren könnten.
Klaus Reppel sprach in diesem Zusammenhang von einem deutschlandweiten Wettbewerb, dem
sich die Gesundheitsregion Nordschwarzwald zu stellen habe. Es reicht nicht mehr,
sich nur mit seinem Namen zu verkaufen, betonte der Tourismusexperte.
Eine große Vision entwarf IHK-Geschäftsführer Martin Keppler: Wenn jemand an
Gesundheit denkt, dann muss er an die Gesundheitsregion Nordschwarzwald denken.
Die Broschüre Gesundheitstourismus im Fokus kann von allen Mitgliedern der
IHK Nordschwarzwald und Akteuren der Leader-Plus-Region kostenfrei bestellt
werden unter der Nummer 074 4 1 / 86 00 52 17
Erstellt am: 23.05.2007
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18.05.2007

Ohne Kommentar. Aber, zur Info: pefri/inter/inter-april-2006.htm
pefri/inter/inter-august-2006.htm

Erstellt am: 18.05.2007
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18.05.2007
Wernerheim vor Abriss
Neuapostolische Kirche will auf dem Areal in Bad Wildbad ein neues Gotteshaus bauen
Bauausschuss vertagt Entscheidung
BAD WILDBAD. Der Bauausschuss des Gemeinderats Bad Wildbad hat die Verwaltung in seiner
jüngsten Sitzung kritisiert: Die Neuapostolische Kirche soll nicht allein entscheiden,
was aus dem Wernerheim wird.
Die Neuapostolische Kirche Süddeutschland hat das knapp 7600 Quadratmeter große
Wernerheim-Areal für 650 000 Euro vom Landeswohlfahrtsverband Württemberg-Hohenzollern
gekauft. Der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats hatte sich am Dienstagabend mit der
Bauvoranfrage der Kirche (siehe Zum Thema) zu beschäftigen.
Bauamtsleiter Josef Sester sagte, die Stadtverwaltung halte die Pläne der Kirche mit dem
Bau- und Planungsrecht für vereinbar. CDU-Stadtrat Martin Keppler focht diese juristische
Einschätzung nicht an, meldete aber städtebauliche Bedenken an: Was immer an
Stelle des Wernerheims hinkommt, es wird das Bild der Stadt nachhaltig verändern.
Keppler monierte, die Verwaltung hätte sich vor der Ausschusssitzung Gedanken darüber
machen sollen, wie alle Wildbader Bürger vom Wernerheim-Areal profitieren könnten. Der
CDU-Politiker sprach sich für eine geschäftliche Nutzung des Areals aus, um
Laufkundschaft anzuziehen.
In die gleiche Kerbe stieß Fritz Eitel von der Fraktion Unabhängige Bürger und
Kulturliste (UBKL). Die Stadt habe die Planungshoheit auch über die privaten
Gebäude.:Wir sollten uns überlegen, ob wir Vorgaben machen, wie das Areal künftig
genutzt werden soll. Die Kommune könne ja über den Bebauungsplan Vorgaben für
Neubauten machen.
SPD-Stadtrat Dieter Gischer stellte zur Diskussion, ob das neuapostolische Gotteshaus
nicht statt an der anvisierten Stelle an der Rennbachstraße am Ortseingang gebaut werden
könne, sondern an der Charlottenstraße. Grünen-Stadtrat Jürgen Schrumpf unterstützte
den Vorschlag. Bürgermeister Klaus Mack sagte, die Möglichkeiten zur Einschränkung
einer kirchlichen Nutzung seien aus Sicht der Gemeindeverwaltung beschränkt. Frage man
ihn persönlich, was er sich an Stelle des Wernerheims wünsche, dann sei es ein
schönes Hotel.
Der Gemeinderat folgte einem Antrag Martin Kepplers mit acht zu zwei Stimmen, bei der
Sitzung keine Entscheidung zu treffen und stattdessen das Thema zum Gegenstand einer
Sondersitzung des Gemeinderats am 29. Mai zu machen. Dann will der Bürgermeister auch
darlegen, wie sich die Stadt die Nutzung des Wernerheim-Areals vorstellt.
Stadtbaumeister Peter Jung-Teltschik schloss indes aus, über den Bebauungsplan den Bau
der Kirche verhindern zu können und verwies auf Gespräche zwischen Gemeindeverwaltung
und Vertretern der Neuapostolischen Kirche, die in den nächsten Tagen stattfinden sollen.
Jürgen Häußer, verantwortlicher Architekt der Kirche, äußerte Verständnis für die
Bedenken des Gemeinderats, ist andererseits aber auch skeptisch, was eine Verlegung des
Kirchenstandorts angeht.
So wären seiner Meinung nach die Anwohner bei einem Bau an der Charlottenstraße wohl
wenig davon begeistert, wenn die Gottesdienstbesucher mit dem Auto durch das Wohngebiet
führen. Zudem sei die Lage ungünstig für Rollstuhlfahrer.
Erstellt am: 18.05.2007
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14.05.2007
Muziki Programu
führt nach Afrika
Außergewöhnliches Konzert der Stadtkapelle Wildbad mit frenetischem Beifall
bejubelt Dirigent schreit um Hilfe
BAD WILDBAD. Afrikanisches Flair bot die Wildbader Stadtkapelle am Samstagabend
den fast 500 Besuchern in der Trinkhalle.
Keine Veranstaltung je zuvor war mit solch einem Aufwand vorbereitet worden: Man fühlte
sich tatsächlich auf den afrikanischen Kontinent versetzt. Eine außergewöhnliche und
aufwendige Bühnen- und Hallendekoration mit Pflanzen, kleinen und großen exotischen
Tieren, farbigen Afrikanern, gar schrecklich aussehenden Buschmännern, Klanginstrumenten,
Afrika-Acryl-Bildern und vielen kleinen arbeitsintensiven Details bildete den Rahmen für
das gut zweistündige Programm.
Das Muziki Programu wurde von der derzeit mit 25 jungen Leuten bestückten
Jugendkapelle eröffnet. Songs of Africa mit Die Affen rasen durch den
Wald und natürlich Schnappi, das kleine Krokodil begeisterten die
Gäste und zeigten, dass der musikalische Nachwuchs sich bestens präsentieren kann. Quer
durch die Trinkhalle erfolgte der musikalische Einzug des Eingeborenen-Orchesters
aus dem Kur-Dschungel, wobei der um Hilfe schreiende Dirigent Martin Koch als Futter
für den auf der Bühne stehenden Kochtopf an einer Tragstange hängend
herbeigeschleppt wurde. Die in Suaheli gesprochene Begrüßung durch den
farbigen Michael Knauer wurde freundlicherweise übersetzt von Vanessa Podak,
die - ebenso wie Katrin Pfeifer im ersten Programmteil - durch das Showprogramm führte.
Das musikalische Programm war wirklich außergewöhnlich. Eröffnet wurde es mit dem
The Lion sleeps tonight, es folgten originale afrikanische Volksweisen, das
Stück Jungle mit dramatischen Elementen sowie das moderne Werk
Sun, in dem die endlose Weite der Wüste instrumental umgesetzt wurden.
Natürlich gehörte zu Afrika auch der Baby Elephant Walk, ein sinfonisches
Stimmungsbild aus Jenseits von Afrika, die wunderbar gespielte Musik aus dem
Trickfilm Das Dschungelbuch sowie Songs aus Elton Johns Filmmusik zum
König der Löwen. Die Atmosphäre des afrikanischen Urwalds bildete dann mit
der Jungle Fantasy und dem Rocksong See you later, Alligator den
instrumentalen Abschluss. Völlig unerwartet und für die Zuhörer ungewohnt beschloss das
ohne Instrumentalbegleitung von allen Orchestermitgliedern mehrstimmig gesungene Gebet
Nkosi Sikeleli Afrika (Gott segne Afrika) ein Jahreskonzert, das neue
Maßstäbe setzte und mit frenetischem Applaus bejubelt wurde.
Seit 20 Jahren ist Helmut Bürkle eine Art Motor des Vereins, wofür er von
den Vorsitzenden Jürgen Lutz und Kurt Günthner besonders geehrt wurde.
Erstellt am: 14.05.2007
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11.05.2007
Alles auf eine Karte gesetzt
Freizeitbroschüre führt die Besucher zu 25 Walderlebnispunkten zwischen Bad
Wildbad, Enzklösterle, Dobel und Bad Herrenalb
BAD WILDBAD. Sie ist handlich, steckt voller Informationen und kunterbunt
die Freizeitkarte Waldwunder Schwarzwald. Die Broschüre wurde gestern im
Maurischen Pavillon des Kurparks Bad Wildbad vorgestellt.
Das Eyachtal, der Bienenlehrpfad oder die Grünhütte: Nur drei von 25 Walderlebnispunkten
zwischen Dobel, Enzklösterle, Bad Wildbad und Bad-Herrenalb auf der Karte. Wir
wollen den Menschen Lust machen, die Besonderheiten unserer Gegend zu erkunden,
sagte Wildbads Bürgermeister Klaus Mack.
Bad Herrenalbs Rathauschef Norbert Mai sieht in der Broschüre auch einen ökonomischen
Nutzen: Die Karte kann auf Messen ausgelegt werden und wird weitere Besucher
anlocken. Besucher, die die vier beteiligten Kommunen Enzklösterle, Bad
Wildbad, Bad Herrenalb und Dobel auch braucht.
Es gibt hier in der Region zwar ein sehr treues, aber zum Teil betagtes
Publikum, weiß Fritz Kusterer von der werkgruppe gruen, ein
Liebenzeller Büro für Landschaftsarchitektur mit Schwerpunkt Tourismus. Gesucht seien
verstärkt junge Familien, die sich zu den Schönheiten des Nordschwarzwalds aufmachten.
Positive Resonanz
Ob das gelingt, wird die Zukunft zeigen. Laut Alfred Dath, dem Geschäftsführer der
Touristik Bad Wildbad GmbH, dann ist die Waldwunder-Freizeitkarte zumindest
schon in den betreffenden Kommunen gut aufgenommen worden: Die Broschüren liegen
seit zwei Wochen auf den Rathäusern aus und bislang haben wir nur Positives
gehört.
Die Karte wurde übrigens von der Zukunftsoffensive Wald (siehe Zum
Thema) entwickelt, erscheint, so Klaus Mack, in einer Auflage von 40 000 Exemplaren
und ist kostenlos.
Die Kosten von 20 000 Euro werden zu 50 Prozent von der EU getragen (Förderprogramm
Leader+), 20 Prozent steuert das Land zu, die restlichen 30 Prozent werden von den
Städten Bad Wildbad und Bad Herrenalb sowie den Gemeinden Dobel und Enzklösterle
erbracht.
Viele Ideen, ein Projekt
Die Waldwunder-Freizeitkarte ist das erste Projekt, das die Zukunftsoffensive
Wald seit ihrer Gründung im Jahr 2003 realisiert hat. An fehlenden Ideen hat diese
bislang magere Bilanz jedenfalls nicht gelegen. So hat die werkgruppe gruen,
ein Büro für Landschaftsarchitektur in Bad Liebenzell, den vier Kommunen mehrere
Vorschläge gemacht und konkrete Pläne entworfen, zum Beispiel für einen gemeinsamen
Trampelpfad.
Gescheitert sind die ehrgeizigen Vorhaben an der angespannten Haushaltslage der
beteiligten Städte und Gemeinden. Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack zeigt sich für
die Zukunft dennoch optimistisch: Die Konjunktur zieht derzeit an, die Kommunen
dürfen mehr Geld aus der Einkommensteuer erwarten. Geld, das bisher für gemeinsame
Projekte fehlte. Norbert Mai, Rathauschef in Bad Herrenalb, pflichtet ihm bei: Gut
Ding will Weile haben.
Erstellt am: 11.05.2007
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11.05.2007
Bürger werden zum Müll befragt
Kreistagsfraktionen machen Vorschläge zur Optimierung der Abfallwirtschaft
Ergebnisse werden im Juli öffentlich beraten
LANDKREIS CALW. Eine Prüfung von Sparpotenzialen in der Abfallwirtschaft hat der
Umweltausschuss beschlossen. Ergebnisse kommen am 16. Juli im Kreistag öffentlich auf den
Tisch und münden in eine Kundenbefragung.
Da beim Thema Müll der Eindruck entstanden sei, dass zu viel hinter verschlossenen Türen
geschehe, informierten Landrat Hans-Werner Köblitz und Stefan Kaufmann, Geschäftsführer
der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Calw (AWB) und AWG Abfallwirtschaft Landkreis Calw
GmbH in einem Pressegespräch über den aktuellen Stand. Ein Fahrplan steht jetzt
fest, so Köblitz.
Der Umweltausschuss hatte am 30. April beschlossen, dass die einzelnen Fraktionen
Vorschläge zur Optimierung der Abfallwirtschaft machen. Zudem reichen sie in diesem
Zusammenhang Fragen an den Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Calw (AWB) ein.
Sollte zur Beantwortung mancher Fragen externer Sachverstand nötig sein, sollen in einem
zweiten Schritt unabhängige Gutachter hinzugezogen werden.
Die CDU hatte beispielsweise in der jüngsten Kreistagssitzung Zahlen und Fakten zu den
Kosten einer Wiedereinführung von Garten- und Sperrmüllabfuhr gefordert.
Zudem wünschte die Fraktion Vergleichszahlen zum Landkreis Freudenstadt bezüglich des
Identsystems Beim Identsystem wird die elektronische Identifizierung jedes
Abfallbehälters bei der Entleerung ermöglicht.
In der Kreistagssitzung am 21.Mai wird das Thema Müll in öffentlicher Sitzung auf der
Tagesordnung stehen. Es wird über den Beschlussvorschlag des Umweltausschusses
abgestimmt.
Am 18. Juni werden die einzelnen Punkte nichtöffentlich in der Sitzung des
Umweltausschusses vorberaten. Der Kreistag wird dann in seiner Sitzung am 16. Juli
schließlich öffentlich über mögliche Einsparpotenziale und Änderungen in der Satzung
und im Leistungsspektrum diskutieren und auch beschließen. Damit sind wir dann aber
noch nicht fertig, betonte Landrat Hans-Werner Köblitz.
Der Beschluss aus der Juli-Sitzung wird Gegenstand einer Kundenbefragung nach den
Sommerferien sein, erklärte er.
Man wolle wissen, was die Kunden vom Abfallwirtschaftssystem erwarten, wie sie zu den
gemachten Änderungsvorschlägen der Fraktionen stehen.
Die Befragung wird per Post an jeden Haushalt im Kreis Calw gehen. Wir müssen
plakativ fragen, es muss mit ja oder nein beantwortet werden können, sonst können die
Ergebnisse nur schlecht zusammengefasst werden, wenn jeder noch seine eigenen Vorschläge
machen kann, erläuterte Stefan Kaufmann.
Mit Ergebnissen aus dieser Erhebung rechnen der Landrat und Kaufmann Ende Oktober. Die
gefassten Beschlüsse vom Juli und die Erkenntnisse aus der Kundenbefragung werden dann
zusammengeführt und sollen in einen endgültigen Beschluss münden.
Angestrebtes Ziel sei, die ersten Änderungen bereits 2008 umzusetzen. Allerdings
schränkte der Kreischef ein, dass möglicherweise nicht jede angestrebte Änderung
bereits ab dem 1. Januar 2008 möglich sei. Dazu gehöre beispielsweise das Identsystem,
dass schon allein aufgrund der Technik sich nicht so schnell umsetzen lasse.
Einmal mehr verteidigte Köblitz das vom Ältestenrat des Kreistags beschlossene Verfahren
der nichtöffentlichen Vorberatung von Themen. Lediglich die Grünen hatten Ende April
gefordert, kritische Positionen der Fraktionen sowie ihre Erwiderung öffentlich zu
debattieren.
Erstellt am: 11.05.2007
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04.05.2007
Und sie fährt immer noch
Wildbader Bergbahn feiert im nächsten Jahr 100-jähriges Bestehen Planung
läuft
BAD WILDBAD. Auf eine lange Geschichte kann die Wildbader Sommerbergbahn zurückblicken.
Sie wurde am 23. Mai 1908 als erste Schienenstandseilbahn im damaligen Königreich
Württemberg in Betrieb genommen, und nach zwei Total-Erneuerungen (1928 und 1968) kann
die Bergbahn im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern.
Mehr als zwei Dutzend Standseilbahnen gibt es in Deutschland, wovon allerdings nur 16 auch
regelmäßig im öffentlichen Personenverkehr benutzt werden dürfen.
Allein in Baden-Württemberg sind es acht, außer Bad Wildbad noch in Bad Herrenalb,
Baden-Baden, Heidelberg (zwei), Karlsruhe-Durlach (die älteste in Deutschland),
Künzelsau und Stuttgart.Zur ersten Planung des Jubiläums trafen sich Vertreter aller
möglichen Bad Wildbader Gruppierungen, um gemeinsam mit der Stadtverwaltung sozusagen den
ersten Faden für das Jubiläumsjahr 2008 zu ziehen. 100 Jahre Bergbahn, so
Klaus Mack, muss ein Jahresthema sein. Aus diesem Grunde habe er die Absicht,
alle möglichen Bereiche einzubinden und bisherige bereits bestehende Aktivitäten für
das Jubiläum umzumünzen.
Bereits jetzt steht fest, dass die Woche vom 19. bis 25. Mai 2008 eine absolute
Jubiläumswoche werden wird.
Zahlreiche Vorschläge kamen aus den Reihen der Teilnehmer: Fotoausstellungen an
geeigneten Standorten, die Bergbahn zum Erlebnis machen mit geeigneten Durchsagen während
der Fahrt, Flach-Bildschirme mit Informationen in den Haltestellen, 24-Stunden-Höhepunkte
für Biker und Skifahrer, monatliche Themen für Veranstaltungen, Feste und Feiern in der
Bergbahn, nächtliche Beleuchtung der Bergbahntrasse und vieles mehr.
Wichtig sei eine frühzeitige Planung und eine Einbindung aller möglichen Gruppierungen,
der Schulen und der Vereine, ebenso der Stada (Bikepark), so dass ein kompaktes Angebot
entsteht. Man muss in Bad Wildbad ständig über dieses Thema stolpern,
betonte Verkehrsamtsleiter Alfred Dath.
Auch das Staatsbad würde seine Veranstaltungen im kommenden Jahr auf das Thema Bergbahn
ausrichten, betonte Geschäftsführer Frank Rieg. Weitere Vorschläge werden von der
Stadtverwaltung und den Stadtwerken gerne entgegengenommen.
Die Skizunft wurde im Dezember 1908 gegründet und wird ebenfalls im kommenden Jahr eine
Jubiläumsveranstaltung durchführen.
Erstellt am: 04.05.2007
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03.05.2007
Eine großartige
Leistung
Bad Wildbad feiert die Wiedereröffnung der Trinkhalle Lob für das
Engagement des Fördervereins
BAD WILDBAD. Um die Bedeutung der Bad Wildbader Trinkhalle zu unterstreichen,
hatten sich zur Wiedereröffnung zahlreiche Gäste eingefunden. Die Trinkhalle ist
ein echter Gewinn für Bad Wildbad, so Bürgermeister Klaus Mack.
Mit dem Eröffnungskonzert des Schwarzwaldmusikfestivals (PZ hat berichtet) und dem
Jazzkonzert habe die restaurierte Trinkhalle einen würdigen Festauftakt zur
Wiedereröffnung nach dem ersten Bauabschnitt bekommen. Hätte sich mit dem Förderverein
und seinen Vorsitzenden Martin Hohloch, Hans-Henning Saß und Markus Eitel nicht eine
engagierte Gruppe gefunden, die den vom Land favorisierten Abriss vor zwei Jahren
verhindert hätte, stünde man jetzt auf einer grünen Wiese, so Mack. Allerdings
appellierte Martin Hohloch weiterhin zur Unterstützung. Die Trinkhalle als eingetragenes
Kulturdenkmal sei auch weiterhin auf finanzielle und tatkräftige Hilfe angewiesen.
Alles neu macht der Mai, lobte CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Blenke als
Schirmherr der Trinkhalle die Helfer des Fördervereins, die Großes vollbracht hätten.
Das Land stehe zu Bad Wildbad. Blenke will auch beim Bezirkstag der CDU Nordbaden bei
ihrer Tagung in der Trinkhalle Werbung für weitere Fördergelder und den
Wohlfühlkreis Calw machen. Ich hätte nicht geglaubt, dass es
glückt, gestand Calws Landrat Hans-Werner Köblitz ein. Das ist eine
großartige Leistung, würdigte er die Bürger von Bad Wildbad als das
Qualitätsvollste der Stadt. Diese Qualität sei unbezahlbar. Wir werden
Sie gern weiterhin ideell und finanziell im Rahmen unserer Möglichkeiten
unterstützen, so der Kreischef. Bad Wildbad, das ist der Mut und Glauben an
sich selbst, sah er die Kurstadt als Vorbild hinsichtlich ehrenamtlichen
Bürgerengagements.
Vom Musikverein Wildbad prämierten Vorsitzender Jürgen Lutz und Dirigent Martin Koch die
besten Bilder, mit denen Schüler der Gesamtstadt und Kindern des Fröbel- und
Oberlin-Kindergartens Wildbad in der Bauphase den Bauzaun verschönert hatten. 250 Werke
waren eingesandt worden.
Insofern sei es schwierig gewesen, die Besten auszuwählen, erklärte Jürgen Lutz. Von
den Preisträgern der Wilhelmschule nahmen Julius Straub ihren Gutschein für den ersten
Platz, Jasmin Gaiser für den zweiten Platz und Julia Jelic für den dritten Platz
entgegen.
Vom Enztalgymnasium war Anela Hadzic (Platz eins) da und Sarah Knöller, die den dritten
Platz errang. Auf dem zweiten Platz landete Lena Menig. Bei der Goßweilerschule siegte
Sophia Rothfuß, gefolgt von Danilea Klein und Steffen Bohle.
Und in der Realschule Calmbach hießen die ersten drei Adna Manjo, Fabienne Pfrommer und
Dorothee Musch. Die beiden Kindergärten und die fehlenden Preisträger bekommen ihre
Gutscheine und Bilder zugestellt.
Erstellt am: 03.05.2007
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28.04.2007
Förderverein
Kurtheater bietet ausgewogenes Programm
Es
ist erstaunlich: Als vor zwei Jahrzehnten der Förderverein Kurtheater Wildbad gegründet
wurde, zeigte sich die Begeisterung um den Erhalt des Kurtheaters besonders in hohen
Mitgliederzahlen und großem Interesse. Heute hat der Verein 320 Mitglieder, und jetzt, da
das Theater nach der ersten großen Sanierungsphase wieder bespielbar ist (seit 2005),
scheint das Interesse erheblich geringer zu sein. Dies wurde deutlich im schwachen Besuch
der Jahreshauptversammlung, die am vergangenen Freitag im Kurpark-Restaurant stattfand.
Allerdings waren weder Wahlen noch Ehrungen zu absolvieren.
Vorsitzender Dr. Eckhard Peterson gab einen Rückblick auf die Aktivitäten, denn außer
sieben Sitzungen des Gesamtvorstands waren eine Vielzahl von handwerklichen Arbeiten
erforderlich. So wurden von der Firma Borg die ausgelagerten alten Theaterstühle aus
Maulbronn geholt, wovon inzwischen 60 Stück von den Firmen Rentschler, Calw-Altburg,
Maler-Rommel und Schreinerei Gaus, beide Bad Wildbad, restauriert wurden. Inzwischen
wurden außerdem zwei Garderobenräume/Bühnenhaus von Gerhard Rommel neu gestaltet, die
Aufstellung eines Schaukastens erfolgt durch die Schlosserei Bott, Calmbach, und mit einer
Spende von 10.000 Euro der EnBW konnte durch die Firma Hofsäß die Klimajalousie zwischen
Bühne und Zuschauerraum eingebaut werden. Petersons Dank galt auch der Kurgärtnerei,
welche rund ums Theater Rasen und Bepflanzung pflegt sowie dem Bauhof, der im Spätjahr
2006 die Böschung zur Enz aufräumte.
Erfreulicherweise hat Fördervereinsmitglied Dr. Carsten-Bernhard Sternberg ein sehr
ausgewogenes Veranstaltungsprogramm für die Monate April bis August mit insgesamt 20
Veranstaltungen zusammengestellt, die vom Rossini-Festival über Lesungen bis zum
Kindertheater reichen.
Tag
der offenen Tür zum 20-jährigen Bestehen
In
den nächsten Wochen werden die ersten sechs Reihen der historischen, jedoch renovierten
Theater-Stühle wieder eingebaut, und am 24. Juni dieses Jahres begeht der Förderverein
den 20. Geburtstag mit besonderen Angeboten und einem Tag der offenen Tür. Ein nobles
Angebot macht Rossini in Wildbad dem Förderverein zum Geburtstag: 30 Prozent
Ermäßigung für die Mitglieder für die im Kurtheater stattfindenden Veranstaltungen am
7. Juli (Die Liebenden von Granada) und am 15. Juli (Alt trifft
Neu).
Der Kassenbericht von Isabell Vollmer-Schmidt ergab bei den Veranstaltungen einen kleinen
Überschuss. Ernst Jäger hatte zusammen mit Gabriele Katzenberger die Kasse geprüft und
konnte der Schatzmeisterin eine einwandfreie Buchführung bestätigen. Erfreulicherweise
läuft der Verkauf der Theaterstühle als Sponsoring (150 Euro) nun ebenfalls an.
Renovierung
wird ab September fortgesetzt
Im
Blick auf die nächsten Monate wies Peterson auf das ausliegende Veranstaltungsprogramm
hin. Während der Rossini-Festspiele finden insgesamt sieben Aufführungen im Kurtheater
statt. Die nächste Veranstaltung wird am kommenden Sonntag, 29. April, 11 Uhr, ein
Konzert des Coro Stella Alpina (Edelweiß-Chor) aus Norditalien sein.
Der Wiederbeginn der Baumaßnahmen ist für September vorgesehen, wobei der enzseitige
Anbau mit Toiletten im darauf folgenden Halbjahr 2007/08 erfolgen soll. 321.000 Euro
erhielt der Verein von der Landesstiftung Baden-Württemberg, weitere Mittel von der
Denkmalstiftung, dem Landesdenkmalamt und dem Regierungspräsidum Karlsruhe wurden
beantragt.
Die weiteren Planungen sehen einen zweiten Anbau auf der Seite zur Kernerstraße vor mit
Caféteria und Behinderten-Toiletten, sowie die Sanierung der Bühne, der Böden sowie der
gesamten Technik im Bühnenbereich.
Erstellt am: 28.04.2007
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