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INTERESSANTES

*Presse * Blättle * ein toller circus *
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Wildbad News

Interessantes aus der Presse

NOVEMBER 2007

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Karrieren zimmert man sich aus Brettern die andere vor dem Kopf haben !

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Suedkurier 30.11.2007

DAS NEUE NICHTRAUCHERGESETZ
                                                          SAMMELKLAGE RAUCHVERBOT

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Schwarzwälder Bote24.11.2007
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Schwarzwälder Bote24.11.2007
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Pforzheimer Zeitung23.11.2007
Schaden für Wildbad befürchtet
Verhaftungen bei Rehakur lösen ungläubiges Erstaunen aus – Polizei verhört Zeugen aus engerem Umfeld


BAD WILDBAD. Ungläubiges Erstaunen löste gestern in Bad Wildbad die Nachricht aus,
dass es bei Rehakur weitere Verhaftungen gegeben hat. „Das schadet unserem Image schwer“, meinte Staatsbad-Chef Frank Rieg.

Wie berichtet, sitzen die beiden Geschäftsführer der Karlsruher Firma in Untersuchungs-Haft. Auch der Arzt, der in Wildbad mit Rehakur zusammengearbeitet hat, musste hinter Gitter. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugs und Abrechnungsmanipulation. Der Physiotherapeut von Rehakur ist nach rund zwei Monaten U-Haft wieder auf freiem Fuß. Er habe ein Geständnis abgelegt und die anderen Beteiligten schwer belastet, so die Auskunft bei der Tübinger Behörde.

„Habe ich nicht kommen sehen“

„Ich hatte Bauchweh, als ich mitbekam, dass die Rehakur-Gäste so unheimlich viel verordnet bekommen“, so Staatsbad-Chef Rieg. Deshalb habe er nicht an die Langfristigkeit des Konzepts geglaubt. Diese Überlegungen hätten auch eine Rolle gespielt, als das Land den Verkauf des Neuen Eberhardsbades an Rehakur ablehnte. Denn gerade an dieser Stelle im Stadtzentrum brauche man ein langfristiges Konzept.

Der örtliche Chef des Hotel- und Gaststättenverbandes, Herbert Munde, betont, die Hoteliers hätten nichts von einem möglichen Betrug geahnt. In Wildbad haben neun Hotels und Pensionen mit Rehakur zusammengearbeitet. „Wir waren Gäste-Betreuer und mehr nicht.“ Munde meint nach wie vor, das Konzept sei eine Supersache gewesen. „Wie es ausgeführt wurde, darauf hatten wir keinen Einfluss.“

Auch wer enger mit den Kurvermittlern aus Karlsruhe zu tun hatte, wurde von den Verhaftungen überrascht. Der Wildbader Arzt Dr. Eckhard Peterson war medizinischer Leiter bei Rehakur. Anfang des Jahres habe er sich jedoch aus Altersgründen aus dieser Funktion zurück- gezogen. Mit dieser Entwicklung habe er allerdings nicht gerechnet. „Das habe ich nicht kommen sehen“, so Peterson.

Kein Telefonkontakt möglich

Und auch Roland Stutz, der die wissenschaftliche Leitung hatte und in Wildbad für Rehakur tätig war, betont, er habe immer korrekt gehandelt. Von angeblichen Kungeleien habe er nichts gewusst. Wie Stutz mitteilt, wurde er gestern als Zeuge von der Polizei zu der Sache befragt. „Das ist mir sehr peinlich, denn ich habe zum ersten Mal Kontakt mit der Polizei.“ Er selbst habe seit rund einem Jahr keinen Vertrag mehr mit Rehakur.

Als der Kauf des Neuen Eberhardsbades nicht geklappt habe, sei er gegangen. Der Kontakt ist jedoch geblieben: Jetzt arbeite er als Berater für " www.hhp-deutschland.de " – home health products“.

Das ist die zweite Firma der Rehakur-Chefs, über die sie Massageliegen verkaufen. Im Internet
( http://www.rehakur.de ) sind Peterson und Stutz übrigens noch in ihrer früheren Funktion aufgeführt und man kann weiterhin Infomaterial zur Kur anfordern.

Versucht man, Rehakur telefonisch zu erreichen, ist jedoch nur der Anrufbeantworter geschaltet. Dort heißt es: „Wegen Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb des Betriebes können wir Ihr Anliegen im Moment leider nicht bearbeiten.“


Erstellt am: 23.11.2007

Plötzlich, grosses Erstaunen und keiner hat mit so etwas gerechnet; zum lachen !
Der letzte Gag einiger Gastronomen in Bad Wildbad, den Namen dieser Firma weiter
zu nutzen !
    AUGUST 2007     REHAKUR.INFO

Der erste Hinweis auf seltsame Geschäftskonstellationen der "Rehakur" war doch von
Anfang an nicht zu übersehen.   APRIL 2006

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Pforzheimer Zeitung22.11.2007
Verhaftungen bei Rehakur
Geschäftsführer und Arzt sitzen in U-Haft – Physiotherapeut hat Geständnis abgelegt und ist auf freiem Fuß

BAD WILDBAD. Neue Verhaftungen im Fall Rehakur: Die beiden Geschäftsführer der Karlsruher Firma sitzen in Untersuchungshaft. Genauso der Wildbader Arzt, der den Rehakur-Gästen die Anwendungen verschrieben hat.

Das hat gestern der Tübinger Oberstaatsanwalt Walter Vollmer auf Anfrage der Pforzheimer Zeitung mitgeteilt. Gegen das Trio wurde am 8. November Haftbefehl erlassen, seit 13. November sitzen die drei in verschiedenen Vollzugsanstalten.

Schaden in Millionenhöhe

Der vierte Beteiligte ist dagegen wieder auf freiem Fuß: Der Physiotherapeut, in dessen Wildbader Praxis die Kurenden behandelt wurden, ist nach rund zwei Monaten aus der U-Haft entlassen worden. Er habe ein Geständnis abgelegt und die anderen Beteiligten so stark belastet, dass die Justiz gehandelt hat. Es habe Fluchtgefahr bestanden, so Oberstaatsanwalt Vollmer. Die Vorwürfe gegen die Beteiligten sind umfangreich: Es geht um Betrug und Abrechnungsmanipulation. Um Rezepte, für die es keinen medizinischen Hintergrund gab, und um die Abrechnung von Leistungen, die nicht erbracht wurden. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Über die Höhe des Schadens, der bei den Krankenkassen entstanden ist, lässt der Oberstaatsanwalt nichts verlauten. Aber er betont: „Wir sprechen hier nicht von Bagatellbeträgen“. Nach PZ-Informationen soll es sich um rund vier Millionen Euro handeln, von denen voraussichtlich rund 1,8 Millionen strafrechtlich nachgewiesen werden können. Die Prüfung der Fälle wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die Verhaftungen sind das vorerst letzte Kapitel in der unrühmlichen Rehakur-Geschichte. Vor rund zwei Jahren vermittelten die beiden Geschäftsführer, die ihr Geld auch mit Massageliegen verdienen, die ersten Kurgäste nach Bad Wildbad. Sie versprachen, das Geschäft mit der Kur wieder zu beleben: Interessenten konnten Kuren in drei Preiskategorien (ab 199 Euro für drei Wochen) buchen und wurden in einem der neun Partnerhotels untergebracht. Im medizinischen Bereich sorgte Rehakur für ein geschlossenes System: Nur ein Arzt verschrieb die Behandlungen – und zwar deutlich mehr als üblich. Nur in einer Physiotherapie-Praxis wurden die zahlreichen Anwendungen erbracht. Die Kassen bezahlten – und Rehakur und seine Partner profitierten.

Erst als Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung auffielen, platzte das florierende Geschäft. Die Kassen verhängten einen Zahlungsstopp, die Physio-Praxis mit ihren 30 Angestellten musste schließen und der Inhaber landete in U-Haft. In der Folge nahm die Staatsanwaltschaft das fragwürdige Rehakur-System genau unter die Lupe. Eine Aufgabe, die noch längst nicht abgeschlossen ist.

Neuer Geschäftsführer

Und Rehakur? Nachdem keine Gelder mehr flossen, hat sich die Firma aus Wildbad zurückgezogen. Es wurden keine Kurgäste mehr vermittelt. Im Internet warb man jedoch weiterhin um Interessenten. Als Geschäftsführer wird dort immer noch Alexander Ueberle angegeben. Er hat diese Stelle jedoch schon seit einiger Zeit nicht mehr inne, wie ein Blick in das Karlsruher IHK-Magazin beweist: Dort steht unter dem Datum vom 20. August, dass Remigiusz Szczepanski als Geschäftsführer bestellt worden sei. Weiter heißt es: „Nicht mehr Geschäftsführer: Ueberle, Alexander, Karlsruhe.“

Erstellt am: 22.11.2007

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Pforzheimer Zeitung22.11.2007
Bergbahn auf dem Weg zur Marke
Bauausschuss stimmt Marketingkonzept für die Bergbahn zu – Räte mahnen die Agentur zur zügigen und schlüssigen Umsetzung


BAD WILDBAD. Das Jahr 2008 wird für Bad Wildbad „Bergbahn-Jubiläums-Jahr“. Soviel steht fest. Woran noch gearbeitet wird, ist ein schlüssiges Werbekonzept für die historische Bahn. Denn sie soll zu einer eigenen Marke werden.

So stellen sich das zumindest Willi Knopf, Inhaber der Werbeagentur Knopf, und Sommerbergbahn-Projektleiterin Juliane Engler vor. Bürgermeister Klaus Mack hatte die Agentur bereits vor einiger Zeit damit beauftragt, die Vermarktung der Sommerbergbahn zu überarbeiten. Er wollte nicht nur einfach eine Renovierung der Stationen anlässlich der 100-Jahr-Feier. Vielmehr muss Mack zufolge ein neues Gesamtkonzept her, das die Standseilbahn vor allem für Gäste attraktiver macht. Für entsprechende Maßnahmen stehen rund 73 000 Euro zur Verfügung.

Klare Botschaft gefordert

Doch nach der Präsentation der Ideen durch Juliane Engler vor den Mitgliedern des Bauausschusses äußerte sich CDU-Gemeinderat Martin Keppler nicht überzeugt: „Ich konnte zu Beginn des Vortrags kein Konzept erkennen“, sagte er. Zwanzig oder dreißig Einzelmaßnahmen seien noch kein Plan. Keppler forderte, dass eine klare Botschaft herausgearbeitet werden müsse. Die zentrale Frage laute: Warum sollen die Gäste auf den Sommerberg fahren wollen. Ein Banner und einige Tausend Prospekte reichten nicht aus, um Kunden zu überzeugen. Das Ganze sei noch nicht ausgegoren. „Mir fällt es schwer, auf dieser Basis dem Beschlussvorschlag zu folgen“, sagte er. Ebenfalls kritisch äußerten sich SPD-Gemeinderat Jürgen Schrumpf und UBKL-Rat Fritz Eitel. Schrumpf wollte wissen, welche Maßnahmen bis zum Jubiläum im Mai 2008 umgesetzt werden könnten. Und Eitel mahnte, dass er im Frühjahr nicht hören wolle, dass der Winter zu hart und deshalb alles mögliche nicht machbar gewesen sei. „Es muss gemacht werden“, betonte er. Und von Johann Bernhard, dem technischen Leiter der Stadtwerke Bad Wildbad, die auch für den Betrieb der Bergbahn zuständig sind, forderte er eine Ausbesserung der Wege rund um die Mittelstation. Der derzeitige schlechte Zustand berge eine Verletzungsgefahr für Passanten.

Der Unmut des SPD-Gemeinderats Dieter Gischer richtete sich weniger gegen die Agentur Knopf, als gegen die Verwaltung: „Wir sind wie immer zu spät dran. Da muss erst ein Jubiläum kommen, damit überhaupt etwas passiert“, sagte er.

Ein Countdown an der Bergbahn

Willi Knopf beschwichtigte. Es sei nicht das Ziel gewesen, dem Gremium ein fertiges Konzept vorzulegen. Ihm zufolge sollte nur über den aktuellen Stand, die ersten Ideen und Entwicklungen informiert werden. Und über das, was bis Mai 2008 machbar sei. Eine Art Vorkonzept hätte vermutlich zu einem gesteigerten Diskussionsbedarf geführt, so seine Einschätzung. Daher sei mit Bürgermeister Mack vereinbart worden, nur einige Ideen und Möglichkeiten aufzuzeigen. So etwa die Installation eines Countdowns an den Stationen, der die Minuten bis zur nächsten Fahrt rückwärts zählt, ein großes, neues Bergbahn-Logo, die Neugestaltung der Schaukästen, neue Schilder in einheitlicher Optik und Design sowie viele weitere Maßnahmen. Letztlich hat der Bauausschuss dem Konzept der Agentur Knopf geschlossen zugestimmt. in die Hand nehmen. Sie arbeitet bereits seit 10 Jahren für Bad Wildbad und hat unter anderem neue Vermarktungskonzepte für das Palais Thermal und die Vital Therme erarbeitet. Laut Knopf und Engler soll sich das neue Konzept für die Bergbahn nahtlos in den Gesamtauftritt der Kurstadt einfügen.Ihr verbleibt nun ein halbes Jahr zur Umsetzung.

Erstellt am: 22.11.2007

Die Bergbahn ist seit 99 Jahren eine "Marke", sie wurde nur, weder von der Kommune
noch von den Stadtwerken richtig vermarktet.
                                                                                           
Peter Fritze

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Pforzheimer Zeitung18.11.2007
Nur ein Team kann punkten
Beim Stadtmarketing für Bad Wildbad ist ein Zusammenspiel aller Kräfte gefragt – Auch kritischer Blick von außen wichtig

BAD WILDBAD. „Seien Sie nicht nur kritischer Zuschauer, sondern werden Sie aktiver Mitspieler“, forderte Professor Rudolf Jourdan die Bürger Bad Wildbads dazu auf, sich an der Entwicklung des Stadtmarketings zu beteiligen.

Auf Einladung von Bürgermeister Klaus Mack war der an der Verwaltungshochschule in Ludwigsburg lehrende Jourdan mit dem aus Calmbach stammenden Sportjournalisten und Klinsmann-Berater Roland Eitel in den Kursaal gekommen. Dort zeigte er Wege für die Entwicklung eines erfolgreichen Stadtmarketing-Konzeptes auf.

Visionen erarbeiten

Durch das Leitbild für die Kur- und Badestadt hätten Arbeitsgruppen den Weg für ein Stadtmarketing-Konzept geebnet, sind Mack und Jourdan überzeugt. Nun sollen – unter intensiver Einbindung der Bürger – Visionen erarbeitet und mögliche Ziele ins Visier genommen werden, damit Bad Wildbad langfristig „in der Champions League der Städte und Gemeinden mitspielen kann“, so Rudolf Jourdan.
Dass der Spezialist für Stadtmarketing immer wieder Parallelen zum Fußball zog, kam nicht von ungefähr. Denn Eitel hatte zuvor aufgezeigt, wie es Jürgen Klinsmann zusammen mit Oliver Bierhoff, Joachim Löw und ihm gelungen ist, die Fußball-WM durch Visionen und Konzepte sowie deren Umsetzung zu einem Erfolg für die deutsche Fußballnationalmannschaft zu machen. Nur bedingt, dessen sind sich Mack, Jourdan und Eitel aber bewusst, lassen sich die Erfahrungen aus dem sportlichen Bereich auf eine Stadt übertragen.

Dennoch wurde bei der Veranstaltung im Kursaal deutlich: Vor allem auf das Zusammenspiel aller Kräfte kommt es an. Nur ein Team könne letztlich punkten.

Nicht nur Experten gefordert

Die Zukunftskonzeption von Bad Wildbad soll nicht nur von einer Expertenrunde entwickelt werden. „Wenn die Bürger bei der Zielentwicklung dabei sind, verweigern sie sich auch bei der Umsetzung nicht“, weiß Jourdan, der in vielen Kommunen die Entwicklung und Umsetzung von Stadtmarketing-Konzepten begleitet hat. Er zeigte den 100 Interessierten auf, dass auf sie eine spannende, herausfordernde Arbeit wartet. Denn jeder Bürger könne, solle und dürfe sich einbringen.

Mack hält es für wichtig, dass das Konzept zur besseren Vermarktung der Stadt nicht nur von Insidern entwickelt wird: „Wir können gerade von Menschen lernen, die in der Welt herum gekommen, aber die Wurzeln in ihrer Stadt nicht vergessen haben. So gelingt ein Blick von außen, nicht als Zaungast, sondern als Kenner der Situation und Mentalität der Menschen“. Der Blick sei wichtig, um Bad Wildbad mit seinem Flair weiterentwickeln zu können. Jeder Bürger müsse zum Botschafter seiner Stadt werden. „Es gibt viele gute Einzelaktionen, aber es fehlt an einer konzeptionellen Ausrichtung“, so Mack, der darauf hofft, dass sich viele Bürger am Prozess des Aufbruchs und der Mitwirkung beteiligen und die Fragen zur Zukunft Wildbads gemeinsam angegangenen werden.

  Erstellt am: 18.11.2007

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 Deutscher Tourismuspreis 2007 Erstellt am: 08.11.2007

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 Pforzheimer Zeitung11.11.2007
Das Land steht zu seinen Bädern
Die Tourismus-Strukturen in Bad Wildbad sollen jedoch überdacht werden – Liebenzell sieht Wettbewerbsverzerrung

BAD WILDBAD. Auf geteiltes Echo stößt der Vorschlag des Rechnungshofes, das Land solle sich aus seinen vier Staatsbädern zurückziehen. Während man in Wildbad abwinkt, zeigt sich in Liebenzell Sympathie für den Vorstoß.

Wie berichtet, kritisiert der Landesrechnungshof, das Betreiben eines Staatsbades sei keine Aufgabe des Landes. 20 Millionen Euro fließen jährlich in diesen Bereich, allein Bad Wildbad erhält jedes Jahr rund zwei Millionen. Hinzu kommen noch Zuwendungen für anstehende Sanierungen.

So hat Bad Wildbad – übrigens das letzte Staatsbad, das zu 100 Prozent vom Land finanziert wird – in den vergangenen 20 Jahren insgesamt 70 Millionen Euro erhalten. Diese Unterstützung führe auch zu einer Wettbewerbsverzerrung, so die Landesrechner. Denn in anderen Heilbädern müssten sich die Kommunen selbst um die Finanzierung kümmern oder nach privaten Investoren Ausschau halten.

Liebenzell auf Partnersuche

Das bestätigt Bad Liebenzells Bürgermeister Volker Bäuerle, der es begrüßen würde, wenn Chancengleichheit bestünde. Das sei mit der jetzigen Regelung nicht der Fall. „Wir müssen mit kommunalen Mitteln den Kurbetrieb aufrecht erhalten“, betont er. Nötige Investitionen würden in Staatsbädern wie Bad Wildbad zu 100 Prozent vom Land bezahlt. „Wir erhalten höchstens einen Zuschuss von 50 Prozent und müssen den Rest selbst schultern.“ Für ihn ist klar: Einen Partner mit der Finanzkraft des Landes würde er sich auch für Liebenzell wünschen. Er bestätigt, dass man nach anderen Wegen suche, einen Partner mit ins Boot zu holen. Die Stadt stelle schon seit längerer Zeit Struktur-Überlegungen an, es seien auch schon Gespräche geführt worden. „Aber das sind noch ungelegte Eier – das geht nicht von heute auf morgen.“

In Bad Wildbad dagegen sind sich die Vertreter der Gemeinderats-fraktionen einig, dass die Kurstadt einen Rückzug des Landes nicht verkraften würde. „Armes Wildbad“, meint Walter Bott (FDP/FWV) nur zu dieser Vision. Bruno Knöller (SPD) betont, die Bade-Einrichtungen und der Kurpark seien nunmal historisches Landes-Eigentum. „Und so soll es auf absehbare Zeit auch bleiben.“ Günter Haag (CDU) fügt hinzu, als Eigentümer („denen gehört doch die halbe Stadt“) habe man auch Verpflichtungen. Fritz Eitel (UBKL), der im Aufsichtsrat der Landes GmbH sitzt, geht davon aus, „dass das Land zu seinem Staatsbad steht“. Eitel: „Der Rechnungshof entscheidet ja nicht.“

Zusammenarbeit verbessern

Allerdings ist er sich mit seinen Kollegen einig, dass Überlegungen zur Strukturveränderung angestellt werden müssen. Sprich: Die Tourismus-Strukturen von Stadt und Land, die in Wildbad nebeneinander existieren, zu vereinheitlichen und so Kosten zu sparen. „Die Zusammenarbeit muss sich ändern, das wissen wir auch“, so CDU-Mann Haag.

Dieses Thema hatte Bürgermeister Klaus Mack bereits im Wahlkampf auf seiner Agenda stehen – jetzt scheint es konkret angegangen zu werden. Wie der Calwer CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Blenke mitteilt, hat er schon seit längerem den zuständigen Finanz-Staatssekretär Gundolf Fleischer nach Bad Wildbad eingeladen. Er werde Anfang nächsten Jahres kommen – und dann stünden die Strukturen des Staatsbades ganz oben auf der Themenliste.

Er betont jedoch, dass die Forderungen des Rechnungshofes nicht angebracht seien. „Man muss das Ganze auch politisch bewerten, nicht nur nach den Zahlen.“ Einen totalen Rückzug des Landes schließt er aus und auch Staatssekretär Fleischer betont, das Land sei sich seiner Verantwortung für die Staatsbäder bewusst. Blenke ergänzt, dass er auch die Interessen der anderen Kur-Einrichtungen im Kreis im Auge habe. Er kündigt an, dass die Tourismus-Förderung des Landes weiter ausgebaut werde.

Erstellt am: 11.11.2007

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Dr. Mabuse

Rauchverbot und Rauchernot

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NOVEMBER 2007

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 Schwarzwälder Bote 10.11.2007
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10.11.2007

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 Pforzheimer Zeitung09.11.2007
Behörde will Geldhahn zudrehen
Rechnungshof empfiehlt finanziellen Rückzug des Landes aus dem Staatsbad – Wildbad erhält jährlich zwei Millionen Euro

BAD WILDBAD. Das Land soll seine Beteiligung an den Staatsbädern aufgeben. Das hat gestern der Landesrechnungshof gefordert. Betroffen wäre auch Bad Wildbad, das jährlich Zuwendungen in Millionenhöhe erhält.

Die Begründung des Landesrechnungshofs für den Rückzug des Landes: Das finanzielle Engagement bei den Heilbädern Baden-Baden, Bad Wildbad, Bad Mergentheim und Badenweiler belaste den Landeshaushalt mit 20 Millionen Euro jedes Jahr. Davon fließen rund zehn Millionen in die Heilbäder: Allein Bad Wildbad erhält eine Summe von zwei Million Euro pro Jahr. Mit weiteren zehn Millionen wird die Stadt Baden-Baden unterstützt.

Wie Daniela Oeller, Pressesprecherin des Landesrechnungshofes, betont, summierten sich die Zuschüsse allein in Bad Wildbad in den vergangenen 20 Jahren auf 41 Millionen Euro. Und das sei noch nicht alles: Das Land beteilige sich mit indirekten Zuwendungen auch an der Sanierung der Einrichtungen, wie beispielsweise beim Palais Thermal und den Tiefgaragen. So habe das Land in den vergangenen 20 Jahren insgesamt 70 Millionen Euro in die Wildbader Heilbäder gesteckt.

Das sei keine Aufgabe des Landes, argumentiert der Rechnungshof. Darüber hinaus werde der Wettbewerb verzerrt, da Heilbäder anderenorts von Kommunen oder Privatleuten betrieben würden. Das zeige, dass für den Heilbäderbetrieb kein Engagement des Landes nötig sei. Hinzu komme, dass in den Bäder- und Kurunternehmen oft noch Tradition das Handeln bestimme – und nicht wirtschaftlich vernünftige Sparsamkeit.

Diese Vorwürfe lässt Frank Rieg, Chef der Wildbader Bäder- und Kurbetriebsgesellschaft, nicht auf sich sitzen. Er bezweifelt, dass es zu einer Wettbewerbsverzerrung kommt. „Sonst müsste es uns ja viel besser gehen als den anderen Kurorten. Das ist aber nicht so.“ Staatsbäder erhielten keine anderen Zuschüsse für ihre Kur-Einrichtungen – beispielsweise aus dem Tourismus-Fonds oder dem Topf des Denkmalamtes. In Wildbad werde sorgfältig mit dem Geld umgegangen – aber man müsse den Gästen schließlich etwas bieten. „Sie sollen hierher kommen und bleiben. Sonst kann der ganze Ort dichtmachen.“ Der Landesrechnungshof vernachlässige völlig den volkswirtschaftlichen Effekt, den der Einsatz der Landesmittel für die gesamte Region habe, wirft er der Behörde vor.

Bürgermeister Klaus Mack sieht das Land gerade in Bad Wildbad in einer historischen Verantwortung: „Durch den König wurde diese Infrastruktur geschaffen.“ Grundsätzlich sieht er kein Problem darin, dass das Land die Aufgaben der Bäder- und Kurverwaltung Baden-Württemberg (BKV) abgibt.

Die Zusammenführung städtischer und landeseigener Strukturen zu einer einheitlichen Tourismusorganisation sei ganz in seinem Sinne. Durch Synergieeffekte könne das Land Geld einsparen. „Wir könnten aber das Defizit gar nicht tragen. Ein kompletter Rückzug des Landes wäre unrealistisch“, betont das Stadtoberhaupt jedoch. Dagegen forderte der tourismuspolitische Sprecher der Grünen im Land, Reinhold Fix, der Empfehlung des Rechnungshofes zu folgen.

Erstellt am: 09.11.2007

Ist es mal wieder so weit, das gab es doch schon einmal.

Hätte das Land Baden-Württemberg nicht so gierig nach den
Spielbankeinnahmen in Baden Baden gegriffen und eine Depenandance
in Bad Wildbad anstatt in Stuttgart zugelassen, dann wäre die Finanzierung
von beiden Staatsbädern z.Teil gesichert.       
                                                                                                                         
Peter Fritze

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 Pforzheimer Zeitung31.10.2007
Haltestellen-Betrieb auf Probe
Bad Wildbad übernimmt den Unterhalt von zwei Stationen der AVG für ein Jahr – An Bahn-Stopps wird viel Müll abgeladen

BAD WILDBAD. 1700 Fahrgäste steigen täglich an den Haltestellen der Stadtbahn zwischen Pforzheim und Bad Wildbad ein und aus. Die Kurstadt kümmert sich künftig selbst um den Unterhalt von zwei Haltestellen.

In Bad Wildbad sind die Stadtbahnhaltestellen Uhlandstraße und Kurpark in keinem guten Zustand. „Die Verglasungen sind verschmiert – die hat noch kein Mensch geputzt, seit es die neuen und architektonisch schönen Haltestellen gibt“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Günter Haag. Und die Holz-Elemente müssten ebenfalls gepflegt werden. Bereits Mitte Oktober hatte der Stadtrat in einer Sitzung den schlechten Zustand der Haltestellen bemängelt.

Kommende Woche soll nun etwas geschehen: Laut Stadtbaumeister Peter Jung-Teltschik ist ein Treffen mit einem Verantwortlichen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), mit dem Bad Wildbader Tiefbauamt sowie mit dem Leiter des Bauhofs angesetzt. Dann sollen die beiden Bad Wildbader Haltestellen von der AVG an die Stadt übergeben werden. „Eine richtige Übergabe ist deshalb notwendig, weil uns die nötige Sachkunde für den Unterhalt von Stadtbahnhaltestellen fehlt“, so Jung-Teltschik. So dürfe der Schienenbereich beispielsweise nicht mit Dampfstrahlern gereinigt werden.

Nach der Übergabe am kommenden Mittwoch wird Bad Wildbad für die Reinigung und Instandhaltung der beiden Haltestellen verantwortlich sein. Zumindest für das kommende Jahr. Denn der Vertrag, den die AVG bereits unterzeichnet hat und der derzeit Bürgermeister Klaus Mack vorliegt, ist befristet.

„Übergabe an Kommune sinnvoll“

Es handele sich um eine Art „Probejahr“, so Jung-Teltschik. Kosten entstehen ihm zufolge der Stadt für den Unterhalt der Haltestellen zunächst nicht, da die AVG eine Pauschale an Bad Wildbad zahle. Die Stadt hingegen mache eine Aufstellung der entstandenen Kosten für Reinigung, Anschaffung von Geräten und andere Dinge. Vor Ablauf des Vertrags müssten sich dann die beiden Vertragspartner erneut an einen Tisch setzen, um die Grundlagen für einen Folgevertrag auf Basis der gemachten Erfahrungen auszuhandeln.

Der AVG ist bekannt, dass sich die Bad Wildbader Haltestellen in einem schlechtem Zustand befinden. „Im Vergleich zu anderen Haltestellen gibt es dort viel mehr Müll. Die Abfalleimer sind ständig mit Hausmüll voll“, bestätigt Achim Kirchenbauer, AVG-Abteilungsleiter Marketing. Da die AVG ihren Sitz in Karlsruhe habe, könne sie nicht überall gleichzeitig sein – ein Umstand, der besonders im Winter für den Räum- und Streudienst wichtig sei. „Die Übergabe der Haltestellen an die Kommunen ist deshalb sinnvoll und wird seit Jahren von uns erfolgreich praktiziert“. Damit gehe auch die Verkehrssicherungspflicht beziehungsweise die Haftung auf die Stadt über. Dass Bad Wildbad den Unterhalt der Haltestellen erst jetzt übernehme, hänge auch mit Verhandlungen zu der Kostenerstattung an die Stadt zusammen. Den Betrag wollte Kirchenbauer nicht nennen. „Das hängt nicht nur mit der Bahnsteiglänge und -breite, sondern auch mit lokalen Gegebenheiten zusammen.“

Erstellt am: 31.10.2007

Und der Bahnhof bleibt wie er ist "ein Dreckstall"      
                                                                                 
Peter Fritze

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EnBW   07.11.2007
EnBW beteiligt sich an den Stadtwerken Bad Wildbad
Bad Wildbad entscheidet sich für EnBW als Partner


Bad Wildbad – Die Stadt Bad Wildbad hat sich für die EnBW als Partner für ihre neue Stadtwerke Bad Wildbad GmbH und Co. KG entschieden, in die zum 1. Januar 2008 die Versorgungsbetriebe der Stadt ausgegründet werden. Die EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH soll mit einem Anteil von 49 Prozent an der neuen Gesellschaft beteiligt werden. Die Stadt Bad Wildbad wird 51 Prozent der Anteile halten und damit ihren bestimmenden Einfluss sichern.

Mit dem Beschluss des Gemeinderats wird der Weg frei gemacht, damit sich die Stadtwerke GmbH & Co. KG auch zukünftig am Energiemarkt behaupten kann – im Interesse der Kunden und der ganzen Stadt. Mit der EnBW konnte dazu ein Partner gewonnen werden, um die Stadtwerke Bad Wildbad zukunftssicher zu machen. Die EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH ist ein Tochterunternehmen der EnBW, das insgesamt 39 Beteiligungen an Stadtwerken in Baden-Württemberg hält.

„Unser Ziel ist ein modernes, solides Unternehmen, das regional vor Ort agiert, damit kundenah und bürgerfreundlich ist und den Anforderungen der Zukunft und den Entwicklungen im Energiemarkt gerecht werden kann“, beschreibt Bürgermeister Klaus Mack die Zielsetzung der neuen Gesellschaft. Mit der EnBW werde es möglich, jetzt rechtzeitig die unternehmerischen Weichen so zu stellen, damit die Stadtwerke Bad Wildbad mit einem kompetenten und starken Partner an der Seite auch künftig ihre Selbstständigkeit unter Beibehaltung des bestimmenden kommunalen Einflusses bewahren können.

„Mit dieser wichtigen Beteiligung baut die EnBW die erfolgreiche Partnerschaft mit den Stadtwerken in Baden-Württemberg weiter aus“, erklärte dazu Dr. Wolfgang Bruder, Verwaltungsratsvorsitzender der EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH.

Den Stadtwerken steht durch die Partnerschaft das umfangreiche Know-how der EnBW aus 39 Stadtwerkebeteiligungen offen, um sich für den Wettbewerb im Energiemarkt fit zu machen. Darüber hinaus können sie auf ein umfangreiches Dienstleistungsangebot zurückgreifen, um das eigene Unternehmen ständig weiterzuentwickeln.

07.11.2007

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