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Wildbad-Explorer

Wildbad

Wappen BW

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Hotel Quellenhof Carl Gitter KG Wildbad

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Der QUELLENHOF in Wildbad - oder der Anfang vom Ende

Nicht nur Justinus Kerner – Badearzt, Dichter aber auch Spiritist – geriet bei der Beschreibung

des späteren Quellenhof-Gebäudes ins Schwärmen.

Justinus Kerner hatte dem "WILDBAD" ein Buch gewidmet.

= Zur Erweiterung Wildbad´s wird ein zweites großartiges Hotel zur Bequemlichkeit der Kurgäste beitragen   =, schreibt er da;    Kerner hatte recht.

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Mit dem Verlust dieses in jeder Beziehung "Großartigen" Hauses wurde in Wildbad vom
Land Baden-Württemberg ein Signal gesetzt.

Vom Land Baden Württemberg deshalb, weil der damals für alle Belange des Landes in
Bad Wildbad Verantwortliche und auch letzte "Kurdirektor"
Herr Kurt Baumgartner die Weichen für die heutige Situation des Kurortes gestellt hat.

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Schon die Energiekrise 1971 / 72 bescherte uns in den Folgejahren einen erheblichen
Gästeschwund im Nahbereichs- oder Wochenend-Tourismus.


Zu genau dieser Zeit sollte, nach Baumgartner, Bad Wildbad vom Weltbad zum Sozialbad
umstrukturiert werden. 
( Masse statt Klasse )
Einem kasernierten Patienten, in einer Staatlichen Einrichtung, können weit mehr Anwendungen
verschrieben
( verpasst )  werden, als dem Patienten und Gast, der seine Kur frei organisiert, im
Hotel oder einer Privaten Einrichtung wohnt und auch noch etwas "Lebensqualität" haben möchte.
( Kur & Urlaub = Kurlaub )

Das Ergebnis war der Bau des Neuen Eberhardbades 1974 fertiggestellt mit der Option, dort
täglich 3000 Anwendungen machen zu können.
( im Jahr 2000 geschlossen )

Die Familie Gitter war bestrebt das König Karls Bad, das mit dem Quellenhof vom Gebäude her schon verbunden war, auch wirtschaftlich an das Hotel anzubinden.
Die Nutzung des König Karls Bad als Thermalbad mit Damen- und Herren- Sauna war
nach der Erstellung des Neuen Eberhardbads vom Land nicht mehr vorgesehen.
Es hat sich förmlich angeboten, das beste Haus am Platze mit Badelandschaft, Saunaeinrichtungen und Massage- und Therapieeinrichtungen aufzuwerten.  

( aber nicht mit Baumgartner  )

Durch die regen Bautätigkeiten am "neuen Eberhardsbad" wurden die Gäste des
Quellenhof sehr gestört; eine grosse Anzahl der Gäste stornierten für die Zeit der
Bauphase ihre Bestellungen.
Durch Streitigkeiten des Quellenhof-Pächters
( Albin Gitter ) mit dem Land Baden- Württemberg ( Kurdirektor Kurt Baumgartner )  wegen finanzieller Einbussen und entsprechender Regelungen mit dem Land Baden-Württemberg ( Finanzministerium) ,  wurde das   "Hotel Quellenhof"   vom Pächter Albin Gitter aufgegeben.


Kurdirektor Kurt Baumgartner hoffte, mit dem Quellenhof als "Sanatorium" für das Land mehr
Einnahmen erlösen zu können als mit der erbrachten Hotelpacht.


Kurt Baumgartner aber nahm damit Bad Wildbad das 1. und einzigste Hotel Internationalen Stils,
und einen der wichtigsten Werbeträger.


Natürlich nicht nur durch diese Aktion  = Der Abstieg Bad Wildbads war damit eingeleitet. =

KLUMPP - QUELLENHOF

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Der 1864 verstorbene Hotelier Wilhelm Klumpp hatte den Gasthof zum Bären, gegenüber dem
Badhotel zum erstrangigen Hotel ausgebaut.
(1856/57)
"Hotel Klumpp am Kurplatz"
mit prachtvoller Garten-Terrasse über der Enz.
Der Bären war im Gebäudekomplex
"König von Württemberg"
aus den Herbergen  Engel, Schwert, Spieß, Sonne und Hirsch enstanden.

Der Graf von Dillen hatte an die Stelle des Gasthof  "zum Badischen Hof" das "Hotel  Bellevue"
(1839-40) bauen lassen.
Das Hotel steht auf der linken Seite der Enz, von wo man über das Enztal und die Stadt sieht.

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Hotel Bellevue, vor dem Umbau und ohne den Südtrakt. Noch keine Verbindung zum König Karlsbad.

„ Die Stelle ist am Anfang der Promenade, eine Lage, die den besonderen Vortheil gewährt,
nur etlich und 50 Schritte in die Bäder zu haben und doch im Freien und nicht im engen
Städtchen zu wohnen “,
  beschreibt Justinus Kerner.

Quellenhof

Graf von Dillen war Bauherr des 1840 in Betrieb genommenen Hotels Bellevue, das am Eingang der Wildbader Kuranlagen noch heute besteht, allerdings unter anderem Namen und in anderer Funktion
– als Neurologisches Rehazentrum Quellenhof.

Gäste aus aller Welt stiegen während der Saison im Hotel Bellevue ab, zu den bekanntesten gehörte
die russische Zarenwitwe Alexandra Feodorowna, die 1856, 1857 und 1860 in Wildbad zur Kur weilte
und von Adligen aus ganz Europa während ihren Wildbad-Aufenthalten besucht wurde. Dies war eine
ausgezeichnete Werbung für die kleine Badestadt, was sich in den folgenden Jahrzehnten in den
Besuchen vieler adliger und wohlhabender Gäste widerspiegelte.

1841, nach dem Tod des Grafen von Dillen, übernahm dessen Sohn Friedrich Wilhelm Carl von Dillen (1807-1888) das erfolgreich geführte Hotel, ihm folgte bis 1904 der Enkel Friedrich von Dillen-Spiering (1831-1904).
Kurz darauf erwarb die Hotelierfamilie Klumpp, die bereits weitere Hotels in Wildbad betrieb, das nun
"Quellenhof" genannte Bellevue.

Textauszug aus dem Schwarzwälder Bote 17-06-2013

1906 kaufte die Hoteliers Familie Klumpp für 400.000 Goldmark das "Hotel Bellevue" vom
Schwiegersohn des Grafen von Dillen.
( Hotel Klumpp G.m.b.H. unter Pächter Franz Bopp )

Quellenhof - Kurpark entree - Trinkhalle

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Speisesaal in der Rehaklinik Quellenhof - früher der Frühstücksaal im Hotel Quellenhof

Speisesaal

Die Familie Klumpp ließ das Hotel aufstocken, eine
Verbindung zum König Karlsbad erstellen, reißt den alten
Saalbau ab und erbaut stattdessen den Südflügel –
mit dem heute noch vorhandenen Speisesaal, das Bellevue  wurde zum Tophotel " Klumpp`s Quellenhof ".
(1914)

Quellenhof - König Karls Bad - Trinkhalle


1937-41 geht das gesamte Anwesen der Hoteliersfamilie Klumpp an den Staat.
( Land Württemberg )
Hotel Klumpp am Kurplatz 4 - 8   1937
Klumpp`scher Neubau  König Karl Strasse 7   1938
Klumpp`sche Gärtnerei  Hohenacker Olgastrasse 37   1940
Klumpps Hotel Quellenhof mit Garagen Kernerstrasse 37   1941

Carl Gitter, unter der Familie Klumpp, Direktor des "Klumpp`schen Quellenhof" pachtet diesen
vom Land Württemberg.


Im Zweiten Weltkrieg dient der Quellenhof als Heereslazarett.
Ab 1945 nimmt die französische Besatzungsmacht das Hotel 4 Jahre lang in Beschlag.
Nach Instandsetzung des "Hotel Quellenhof", zur Saison 1950 kann Direktor Carl Gitter das Haus
in Betrieb nehmen.
Carl Gitter wusste, worauf er sich einlässt – er hatte das Hotel bereits seit 1925 geleitet.

Unter Führung der Familie Gitter wird der Quellenhof wieder zur ersten Adressen in Wildbad.

Hotel Qullenhof - König Karls Bad - Klumpps



-

1961 wird der Quellenhof modernisiert


-Verbesserungen auf den Etagen und eine neue Hotelhalle  -

 

 

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Kurpark entee ohne Trinkhalle - Hotel Quellenhof

Hotel Quellenhof in den 50er Jahren.
Atlan mit Haupteingang


Früh erkannte der letzte Hotelier des "Hotel Quellenhof Carl Gitter KG", Albin Gitter,
dass der vom letzten Kurdirektor Kurt Baumgartner eingeschlagene Weg für die Gestaltung des
"Weltbades Wildbad" nichts Gutes bringt.

Die Familie Gitter verließ Wildbad 1974 und der Quellenhof wurde zum Versicherungs-Sanatorium.

Unter Leitung der Gastronomen Familie Starke wurde alsbald versucht den Quellenhof zum
Kurhotel umzufunktionieren.

1989 wurde der Quellenhof entgültig geschlossen, damit war unwiderruflich die einstmals erste
Adresse der Wildbader Gastronomie auf der Strecke geblieben.

        Ein kurzer Hoffnungsschimmer  ergab sich aus der Tatsache, dass ein Investor 
( P. W. ) oder
        eine Investorengruppe Interesse am Quellenhof zeigte.
        Aus dem Quellenhof sollte wieder die erste gastronomische Adresse in Bad Wildbad werden.
        Bauvoranfragen mit entsprechenden Plänen und Modell wurden dem Gemeinderat vorgelegt.
        Aus diesem Vorhaben wurde aber nichts; - warum auch Immer.

Anfang der 90er Jahre kauft Josef Wund aus Friedrichshafen das Gebäude;  der Umbau beginnt,
das „Neurologische Rehabilitationszentrum Quellenhof“ bekommt sein heutiges Gesicht.

Bad Wildbad kann sich glücklich schätzen, dass Herr Wund und die heutigen Betreiber des
Gebäudes keinen wie sonst in Bad Wildbad üblichen "Kahlschlag" machten, sondern den Stil des
Gebäudes bewusst erhalten haben und den Südtrakt  nahezu unverändert übernommen haben.

In die Planung mit einbezogen war auch der AMSEL-Förderkreis "Ursula Späth-Stiftung".

Neubau Quellenhof - Rehaklinik - mit erhaltenem Atlan Quellenhof - Haus des Gastes - König Karls Bad
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Längst nicht alle Bewohner Bad Wildbad`s fanden es gut, am Eingang des Kurparks statt eines
renommierten Hotels eine Klinik zu haben.

Der Erfolg der Sana-Gruppe mit dem Quellenhof und die Qualität des Angebots in dieser
Einrichtung
ist für Bad Wildbad inzwischen unbestritten.

Der Quellenhof als "Hotel Quellenhof" war eine Klasse für sich und das Angebot in Wildbad.

Der Quellenhof – seine Gebäude, seine Geschichte, vom Hotel Bellevue bis zur heutigen Rehaklinik Quellenhof ist bezeichnend für Bad Wildbad.

Nur Spitzenqualität bringt Erfolg, mit "Masse" ist nichts erreicht, denn dazu ist Bad Wildbad zu klein;  - das betrifft alle Aktivitäten in Bad Wildbad -.

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König Karls Bad -1943

König Karls Bad - Hotel Klumpp

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Das "König-Karls-Bad" einst ein Badehaus mit Dampf- und Warmbädern und Ruheräumen, alle in doppelter Ausführung, getrennt für Männer und Frauen.
Früher mit Anbindung an das "Hotel Quellenhof" dient es heute als "Haus des Gastes".
Inzwischen, vom Land Baden Württemberg mit hohem Aufwand restauriert.  Mit neuem Namen. Forum König-Karls-Bad

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Bad Wildbad ist bekannt und von Balneologen und Bewegungstherapeuten geschätzt wegen seiner vorbildlichen
Kurmitteleinrichtungen, seiner anerkannten Fachärzteschaft und seiner erfahrenen Krankengymnasten,
im wahren Wortsinn ein "Staatsbad" mit großer Geschichte.

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Viele berühmte Persönlichkeiten haben die heilenden Quellen des Staatsbades in Anspruch genommen,
darunter auch der italienische Komponist Rossini, dessen die Stadt mit einem eigenen Festival gedenkt. 
Der Dichter Justus Kerner, der in Wildbad als Badearzt tätig war, schrieb über den Ort:
          "Wie Lebenshauch wird es Dich durchbeben, Frag nicht wie diese Kraft man heißt, Du kehrst,
          ein neuer Mensch, ins Leben, und sprichst: Das tat Wildbads Geist"

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Und Ludwig Uhlands Ballade vom Überfall im Wildbad dürfte auch vielen bekannt sein.
In dieser heißt es:
           "Ins Wildbad will er reiten, Wo heiß ein Quelle entspringt, Der Sieche heilt und kräftigt,
           und Greise wieder jüngt ..."

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